Britische Wissenschaftler erhielten fast 1 Million Pfund für den Schutz von Haien und Rochen
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Der Haischutz macht wieder einen Schritt nach vorne. Wissenschaftler der University of Exeter haben einen Zuschuss von 939.434 Pfund (ca. 27 Millionen Kronen) für ein umfangreiches Forschungsprojekt erhalten, das dazu beitragen soll, Haie und Rochen in den englischen Küstengewässern besser zu schützen. Die Finanzierung wurde von der Organisation Natural England bereitgestellt, und das Projekt wird mehrere Jahre dauern.
Ziel der Forschung ist es herauszufinden, wie die einzelnen Arten die geschützten Meeresgebiete nutzen. Obwohl in den letzten Jahren eine Reihe von Meeresschutzgebieten geschaffen wurden, wissen die Wissenschaftler immer noch nicht genau, ob diese wirklich die Orte schützen, die Haie am dringendsten benötigen – zum Beispiel Gebiete, in denen sie sich fortpflanzen, jagen oder in denen ihre Jungtiere aufwachsen. Genau diese Frage soll das neue Projekt beantworten.

Die Forscher werden die Bewegungen der Haie mithilfe von akustischen Sendern verfolgen, die an ausgewählten Individuen befestigt werden. Ein Netzwerk von Unterwasserempfängern wird im Wasser platziert, um ihre Bewegungen aufzuzeichnen. Dank dieser Technologie können die Wissenschaftler Migrationsrouten kartieren, herausfinden, wie lange Haie an einzelnen Standorten bleiben und welche Orte für ihr Leben am wichtigsten sind.
Das Projekt konzentriert sich hauptsächlich auf weniger bekannte Arten wie den Kleinen Katzenhai (Scyliorhinus canicula), der zu den häufigsten Haien in europäischen Gewässern gehört, oder mehrere Rochenarten, die in der Umgebung Englands leben. Obwohl über diese Tiere nicht so oft gesprochen wird wie über den Weißen Hai oder den Tigerhai, spielen auch sie eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung gesunder mariner Ökosysteme.
Ein großer Vorteil des Projekts ist auch die Zusammenarbeit mit Fischern, Naturschutzorganisationen und lokalen Gemeinden. Die Wissenschaftler möchten, dass die Ergebnisse der Forschung nicht nur der Natur, sondern auch den Menschen helfen, die vom Meer abhängig sind. Dank präziserer Daten wird es möglich sein, Schutzgebiete so zu gestalten, dass sie effektiv sind und gleichzeitig den nachhaltigen Fischfang so wenig wie möglich einschränken.
Laut Experten können die Ergebnisse dieses Projekts auch für andere Länder wichtig sein. Viele Meeresschutzgebiete weltweit wurden zu einer Zeit eingerichtet, als nicht genügend Informationen über die Bewegungen von Haien verfügbar waren. Moderne Überwachungstechnologien ermöglichen es heute, viel genauere Daten zu erhalten und Schutzmaßnahmen auf der Grundlage des tatsächlichen Verhaltens dieser Tiere zu entwickeln, nicht nur auf Schätzungen.
Dieses Projekt ist ein weiterer Beweis dafür, dass der Haischutz nicht nur aus einem Fangverbot besteht. Ebenso wichtig ist es zu verstehen, wo Haie leben, wie sie sich bewegen und welche Orte für ihr Überleben entscheidend sind. Nur dank qualitativ hochwertiger wissenschaftlicher Erkenntnisse können Maßnahmen entwickelt werden, die langfristig wirken und dazu beitragen, gesunde Ozeane auch für zukünftige Generationen zu erhalten.
Autor: Miri Svobodová
Quelle: University of Exeter