Dron monitorující pláž v Austrálii jako součást programu ochrany před žraloky

Australien setzt rekordverdächtige Drohnenflotte ein. Das neue Programm soll Menschen und Haie schützen

Der australische Bundesstaat New South Wales startet ab dem 1. Juli 2026 das bisher umfassendste Luftüberwachungssystem für Haie weltweit. Die Regierung investiert weitere 34 Millionen australische Dollar in ein Programm, das rund 70 Strände das ganze Jahr über, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, mit Drohnen überwachen wird.

Die Entscheidung fällt nach mehreren schwerwiegenden Vorfällen an der australischen Küste, darunter der jüngste Angriff eines Weißen Hais am Coogee Beach in Sydney. Ziel des neuen Programms ist es jedoch nicht, Haie zu eliminieren, sondern sie rechtzeitig zu entdecken und Rettungsschwimmer sowie Strandbesucher zu warnen, bevor eine gefährliche Situation entsteht.

Augen am Himmel

Das Programm wird von der Organisation Surf Life Saving NSW betrieben, die bereits seit mehreren Jahren Drohnen zur Überwachung der Küste einsetzt. Nach ihren Angaben haben Drohnen allein in diesem Jahr dazu beigetragen, über 2.000 potenzielle Begegnungen von Menschen mit Haien zu verhindern und über 100.000 Überwachungsflüge durchgeführt.

Neu ist, dass Drohnen alle ozeanischen Strände Sydneys und Dutzende weiterer beliebter Orte entlang der Küste patrouillieren werden. Teil des Projekts ist auch die Erprobung von Systemen der künstlichen Intelligenz, die in der Lage sein werden, Haie im Wasser automatisch zu erkennen und die Warnmeldungen zu beschleunigen.

Menschen schützen ohne Haie zu töten

Australien sucht seit langem nach Wegen, die Sicherheit der Badegäste zu erhöhen, ohne die maritimen Ökosysteme negativ zu beeinflussen. Obwohl nach einigen Angriffen Forderungen nach der Tötung von Haien laut wurden, weisen Experten darauf hin, dass insbesondere Große Weiße Haie riesige Entfernungen zurücklegen und solche Maßnahmen nur einen minimalen Effekt hätten.

Drohnen stellen daher eine modernere und schonendere Lösung dar. Sie ermöglichen es, die Bewegung von Haien in Echtzeit zu verfolgen, den Strand nur dann zu schließen, wenn es wirklich nötig ist, und gleichzeitig die Tiere nicht zu gefährden.

Die Zukunft sichererer Strände

Wenn sich das neue Programm bewährt, könnte es auch für andere Länder mit hohem Haivorkommen eine Inspiration werden. Die Kombination aus Drohnen, künstlicher Intelligenz und erfahrenen Rettungsschwimmern zeigt, dass der Schutz von Menschen nicht im Widerspruch zum Schutz der Meeresnatur stehen muss.

Moderne Technologien können so dazu beitragen, eine Umgebung zu schaffen, in der Menschen und Haie den Ozean sicherer als je zuvor teilen.

 

Autor: Miri Svobodová

Quelle: The Guardian, Government of New South Wales, ABC News Australia

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