Queensland investiert Millionen in die Haiforschung. Ein neues Projekt soll sowohl die Sicherheit der Menschen als auch den Schutz der Ozeane verbessern
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Der australische Bundesstaat Queensland hat ein neues Forschungsprogramm im Wert von 2,4 Millionen australischen Dollar ins Leben gerufen, das darauf abzielt, die Haipopulationen und ihr Verhalten besser zu verstehen. Das Projekt soll die detailliertesten wissenschaftlichen Daten über die wichtigsten Arten entlang der Ostküste Australiens liefern und dabei helfen, effektivere Maßnahmen für die Sicherheit von Strandbesuchern zu entwickeln.
Die Forschung wird von führenden australischen Wissenschaftlern geleitet und in zwei Phasen durchgeführt. In der ersten Phase konzentriert man sich auf die biologischen Eigenschaften von Arten wie dem Bullenhai (bull shark) oder dem Tigerhai (tiger shark). Mithilfe von DNA-Analysen werden Experten die genetische Vielfalt der Populationen, ihre Fortpflanzung und die Auswirkungen der Fischerei und anderer menschlicher Aktivitäten in der Vergangenheit untersuchen.
Der zweite Teil des Projekts, der bis 2028 geplant ist, wird die Satelliten- und akustische Verfolgung markierter Individuen nutzen. Dank moderner Technologien werden Wissenschaftler Migrationsrouten kartieren, Brutgebiete bestimmen und die Bewegung von Haien entlang der australischen Küste besser verstehen. Teil der Forschung werden auch Isotopenanalysen sein, die helfen, Verwandtschaftsbeziehungen zwischen einzelnen Individuen aufzudecken.

Nach Angaben der australischen Regierung ist es das Hauptziel des Projekts, Entscheidungen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und nicht auf Vermutungen zu treffen. Die neuen Daten sollen dazu beitragen, das Schutzprogramm für Badegäste zu optimieren und gleichzeitig die Haie selbst sowie die marinen Ökosysteme besser zu schützen. Die Forschung wird auf bereits genutzte Technologien wie Drohnen, akustische Bojen oder andere Systeme zur Früherkennung von Haien in Strandnähe aufbauen.
Das Projekt gilt als eines der bedeutendsten seiner Art in Australien. Experten glauben, dass die gewonnenen Erkenntnisse nicht nur dazu beitragen werden, die Sicherheit der Menschen im Wasser zu erhöhen, sondern auch das Leben der Haie besser zu verstehen und ihren langfristigen Schutz zu fördern. Die Ergebnisse der ersten Forschungsphase werden Anfang 2027 erwartet.
Autor: Miri Svobodová
Quelle: Queensland Government, Courier Mail, Mirage News