Žralok v ohrožení – budoucnost druhu

Wissenschaftler warnen: Die Zukunft der Haie ist dunkler als je zuvor

Anfang Mai 2026 fand in der sri-lankischen Hauptstadt Colombo die weltweit größte Konferenz zum Thema Haie und Rochen statt – Sharks International 2026.

Über 800 Wissenschaftler, Biologen und Naturschützer aus aller Welt präsentierten dort die neuesten Forschungsergebnisse. Ihr Fazit war beunruhigend: Viele Haiarten nähern sich einem Punkt, von dem es möglicherweise kein Zurück mehr gibt. 

Haipopulationen um die Hälfte gesunken

Laut den auf der Konferenz präsentierten Daten sind die Populationen von Haien und Rochen seit 1970 um etwa 50 % zurückgegangen. Mehr als ein Drittel aller bekannten Arten ist heute vom Aussterben bedroht. Die Hauptursache bleibt die Überfischung, aber auch die Zerstörung mariner Ökosysteme und unzureichender Schutz in vielen Ländern spielen eine wichtige Rolle.

Es geht nicht nur um Flossen

Lange Zeit konzentrierte sich die Aufmerksamkeit hauptsächlich auf den Handel mit Haifischflossen. Neue Forschungen zeigen jedoch, dass der Handel mit Haifisch- und Rochenfleisch ein noch größeres Problem darstellt.

Die Wissenschaftler wiesen darauf hin, dass der Wert des globalen Marktes für das Fleisch dieser Tiere zwischen 2012 und 2019 etwa 2,6 Milliarden Dollar erreichte, was mehr ist als der Wert des reinen Flossenhandels. Hinzu kommt, dass es oft sehr schwierig ist festzustellen, welche Arten tatsächlich gefangen wurden, da die Sendungen oft nur allgemein als „Hai“ oder „Rochen“ gekennzeichnet sind.

Rochen sind noch schlimmer dran

Obwohl Haie viel häufiger diskutiert werden, wiesen die Wissenschaftler auf der Konferenz darauf hin, dass einige Rochengruppen tatsächlich noch stärker bedroht sind.

Den präsentierten Daten zufolge werden jährlich etwa 191 Millionen Rochen gefangen, während es bei Haien etwa 100 Millionen sind. Einige Rochenarten werden zudem nicht nur wegen ihres Fleisches gefangen, sondern auch wegen ihrer Haut, die bei der Herstellung von Luxusaccessoires verwendet wird.

Neue Technologien geben Hoffnung

Trotz der ungünstigen Statistiken gab es auf der Konferenz auch positive Nachrichten. Wissenschaftler setzen zunehmend Satellitensender, genetische DNA-Analyse, Unterwasserkameras und künstliche Intelligenz ein, um Haipopulationen zu überwachen und illegalen Handel aufzudecken.

Auch Projekte zur Rückführung kritisch bedrohter Arten in die Natur stießen auf Aufmerksamkeit. Mehrere Organisationen haben bereits Dutzende in menschlicher Obhut gezüchtete Individuen erfolgreich in den offenen Ozean entlassen und planen weitere Programme in Indonesien, Thailand und Fidschi.

Schutz nur auf dem Papier reicht nicht aus

Eines der größten Probleme ist laut Experten nicht der Mangel an wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern deren Umsetzung in tatsächliche Gesetze und Schutzmaßnahmen.

Viele Meeresschutzgebiete decken nämlich keine Schlüsselgebiete ab, in denen Haie und Rochen leben oder wandern. In einigen Fällen schlagen Wissenschaftler sogar eine vollständige Schließung bestimmter Fischereigebiete vor, damit sich die Populationen erholen können. Solche Maßnahmen sind jedoch oft politisch und wirtschaftlich sehr komplex.

Die Zukunft ist noch nicht verloren

Obwohl Wissenschaftler von einer „düsteren Aussicht“ sprechen, sind sie sich einig, dass es immer noch eine Chance gibt, die Situation zu ändern. Dies erfordert jedoch einen schnelleren Schutz gefährdeter Arten, eine konsequentere Fischereikontrolle und eine stärkere internationale Zusammenarbeit.

Haie haben mehrere Massensterben überlebt und bevölkern die Ozeane seit über 400 Millionen Jahren. Die Frage ist heute nicht, ob sie Naturkatastrophen überleben können. Die Frage ist, ob sie das Tempo menschlicher Aktivitäten überleben können.

 

Autor: Miri Svobodová
Quelle: Mongabay, Sharks International 2026

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