Haie erstmals in den eisigen Tiefen der Antarktis gesichtet
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Das Jahr 2026 brachte eine der interessantesten Haientdeckungen der letzten Jahre. Ein internationales Team von Wissenschaftlern filmte bei einer Tiefseeexpedition zum ersten Mal einen großen Hai in den eisigen Gewässern nahe der Antarktis. Das Ereignis erregte sofort die Aufmerksamkeit von Experten weltweit, da ein ähnliches Vorkommen noch vor kurzem als sehr unwahrscheinlich galt.
Die Forscher arbeiteten in der Region der Südlichen Shetlandinseln, wo sie mit speziellen Unterwasserkameras das Leben in Tiefen von mehreren hundert Metern kartierten. Dort erschien auf den Aufnahmen ein massiver Tiefseehai, der sich nur knapp über dem Meeresboden bewegte. Das Wasser hatte eine Temperatur von etwa einem Grad Celsius, und die Bedingungen waren extrem unwirtlich.
Experten zufolge handelte es sich wahrscheinlich um einen Pazifischen Schlafhai, eine Tiefseehaiart, die dafür bekannt ist, in den dunklen Tiefen der Ozeane überleben zu können. Diese Haie werden nur sehr selten gesichtet, da sie den größten Teil ihres Lebens hunderte Meter unter der Oberfläche verbringen. Dennoch überraschte die Tatsache, dass er so nah an der Antarktis gefunden wurde, selbst erfahrene Meeresbiologen.
Die Wissenschaftler stehen nun vor einer grundlegenden Frage: Gab es Haie in diesen Gebieten schon früher, nur wurden sie nie von Menschen registriert, oder beginnt sich ihr Vorkommen aufgrund der Erwärmung der Ozeane zu ändern? Gerade die zweite Möglichkeit bereitet die größte Sorge. Der Klimawandel verändert allmählich die Meerestemperaturen und die Verteilung der Nahrung, was die Wanderrouten vieler Meeresarten, einschließlich der Spitzenprädatoren, beeinflussen kann.
Experten weisen darauf hin, dass die Ozeane schneller als ursprünglich erwartet erhebliche Veränderungen durchlaufen. Einige Fischarten wandern in kältere Gebiete ab, andere verschwinden ganz. Sollten Haie häufiger in antarktischen Gewässern auftauchen, könnte dies in Zukunft das gesamte dortige Ökosystem beeinflussen. Die Antarktis ist nämlich die Heimat einzigartiger Tierarten wie Pinguine, Robben oder riesige Krillschwärme, von denen ein Großteil des dortigen Lebens abhängt.
Interessanterweise wirkte der Hai auf den Aufnahmen nicht aggressiv. Er bewegte sich langsam und suchte laut Wissenschaftlern wahrscheinlich nach Nahrung in Form von toten Fischen oder anderen Tieren, die in die tiefen Teile des Ozeans gesunken waren. Tiefseehaie fungieren oft als „Meeresreiniger“ und helfen, organische Materialien am Meeresboden abzubauen.
Die Entdeckung zeigt gleichzeitig, wie wenig die Menschheit noch über den tiefen Ozean weiß. Obwohl wir heute moderne Technologien und Forschungs-U-Boote haben, bleibt ein Großteil des Meeresbodens praktisch unerforscht. Jede ähnliche Expedition kann daher Überraschungen bringen, die unser bisheriges Wissen über das Leben unter der Oberfläche verändern.
Haie existieren seit über 400 Millionen Jahren auf der Erde und haben mehrere Massensterben überlebt. Sie haben sich an extreme Bedingungen, tiefe Ozeane und Klimaveränderungen anpassen können. Gleichzeitig sind jedoch viele Arten durch menschliche Aktivitäten bedroht – Überfischung, Meeresverschmutzung oder eben der Klimawandel. Wissenschaftler betonen daher, dass solche Entdeckungen nicht nur faszinierend, sondern auch wichtig für das Verständnis der Zukunft der Ozeane sind.
Was auch immer der Grund für das Vorkommen des Hais in der Antarktis ist, eines ist sicher: Die Ozeane bergen immer noch eine immense Menge an Geheimnissen. Und genau die Haie zeigen uns vielleicht, wie dramatisch sich die Meereswelt verändert.

Autor: Miri Svobodová
Quelle: ČT24, Seznam Zprávy